Fashion Pulse Österreich - August 2026
Verbraucherpreise (August)
Die Preise für Bekleidung und Schuhe in Österreich sanken im August 2026 im Jahresvergleich um 1,2 Prozent. Dies geht aus dem nationalen Verbraucherpreisindex (VPI) der österreichischen Statistikbehörde Statistik Austria hervor. Im Juli waren sie bereits um 0,7 Prozent zurückgegangen.
Die Gesamtinflation des VPI stieg von 2,8 Prozent auf 3,2 Prozent. Damit lagen die Preise für Bekleidung und Schuhe 4,4 Prozentpunkte unter der Gesamtinflationsrate. Sie wiesen die niedrigste Jahresrate der 13 Hauptausgabengruppen auf.
Im Monatsvergleich stiegen die Preise für Bekleidung und Schuhe um 0,9 Prozent.
Laut dem harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), der von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union, veröffentlicht wird, betrug die Gesamtinflation 2,9 Prozent. Die Bekleidungspreise sanken im Jahresvergleich um 0,7 Prozent und die Schuhpreise um 1,7 Prozent.
Innerhalb des HVPI fielen die Preise für Herren- und Jungenbekleidung um 1,8 Prozent und für Damen- und Mädchenbekleidung um 0,6 Prozent. Kinderschuhe verbilligten sich um 6,0 Prozent und Herrenschuhe um 2,9 Prozent, während Damenschuhe um 0,4 Prozent teurer wurden.
Einzelhandelsumsätze (Juli und August)
Das gesamte Einzelhandelsvolumen in Österreich stieg im August kalenderbereinigt um 0,2 Prozent im Jahresvergleich. Dies geht aus vorläufigen Daten von Eurostat hervor. Saisonbereinigt sank es gegenüber Juli um 0,9 Prozent.
Das Verkaufsvolumen im sonstigen Facheinzelhandel (NACE 47.7) stieg laut Eurostat im Juli kalenderbereinigt um 1,3 Prozent im Jahresvergleich. Diese Gruppe umfasst Bekleidungs- und Schuhgeschäfte sowie Apotheken, Kosmetikgeschäfte und andere Facheinzelhändler:innen. Juli ist der letzte Monat, für den Daten für diese Gruppe veröffentlicht wurden.
Konsumklima (August)
Der von der Europäischen Kommission ermittelte Indikator für das Verbrauchervertrauen in Österreich stieg im August saisonbereinigt auf minus 18,2, nach minus 19,2 im Juli. Dies geht aus von Eurostat veröffentlichten Daten hervor. Der Indikator lag damit unter dem Wert von August 2025, der bei minus 14,1 lag.
Geldpolitik und Währung (August)
Der Zinssatz für die Einlagefazilität der Europäischen Zentralbank (EZB) blieb den ganzen August über bei 2,25 Prozent. In diesem Monat fand keine geldpolitische Sitzung statt.
Laut der EZB lag der Euro im August bei durchschnittlich 1,1593 US-Dollar, gegenüber 1,1417 US-Dollar im Juli. Dies entspricht einem Wertzuwachs des Euro von 1,5 Prozent. Im Vergleich zum August 2025, als der Durchschnittskurs bei 1,1631 US-Dollar lag, war der Euro um 0,3 Prozent schwächer gegenüber dem US-Dollar.
Fazit
Die österreichischen Preise für Bekleidung und Schuhe fielen im August laut nationalem VPI im Jahresvergleich um 1,2 Prozent. Sie lagen damit 4,4 Prozentpunkte unter der Gesamtinflation von 3,2 Prozent. Dies war die niedrigste Rate aller Hauptausgabengruppen.
Das gesamte Einzelhandelsvolumen stieg laut vorläufigen, kalenderbereinigten Eurostat-Daten im Jahresvergleich um 0,2 Prozent. Der spezialisierte Non-Food-Einzelhandel, zu dem auch Bekleidungsgeschäfte gehören, wuchs im Juli um 1,3 Prozent. Das Verbrauchervertrauen verbesserte sich leicht auf minus 18,2, blieb aber schwächer als im Vorjahr.
Hinweis: Dieser Artikel fasst die zum Zeitpunkt der Erstellung aktuellsten verfügbaren offiziellen Daten zusammen. Die Meldefristen variieren je nach Indikator und Land, sodass sich nicht alle Zahlen auf denselben Monat beziehen. Jeder Datenpunkt ist mit seinem Berichtszeitraum gekennzeichnet.
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