Columbia Sportswear übertrifft Prognosen im dritten Quartal und hebt Ausblick an

Der US-amerikanische Outdoor-Konzern Columbia Sportswear Company hat im dritten Quartal beim Umsatz und beim Gewinn je Aktie die eigene Prognose übertroffen. Zuwächse im Direktvertrieb und in den internationalen Märkten glichen die schwächere Entwicklung im heimischen Großhandel mehr als aus.

Im Quartal bis Ende September stieg der Nettoumsatz um zwei Prozent auf 962,6 Millionen US-Dollar, nach 943,4 Millionen US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Auch währungsbereinigt betrug das Plus zwei Prozent. In den USA sank der Umsatz um ein Prozent auf 540,9 Millionen US-Dollar, weil Großhandelsorders für die Herbst/Winter-Saison 2026 später ausgeliefert wurden als im Vorjahr. In der Region Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA) wuchs das Geschäft dagegen um sieben Prozent auf 175,3 Millionen US-Dollar, in Lateinamerika und Asien-Pazifik um elf Prozent auf 159,5 Millionen US-Dollar. In Kanada ging der Umsatz um zwei Prozent auf 87 Millionen US-Dollar zurück.

Der Direktvertrieb an Endkund:innen (D2C) legte um fünf Prozent auf 325,9 Millionen US-Dollar zu, der Großhandel blieb mit 636,7 Millionen US-Dollar stabil. Die Kernmarke Columbia wuchs um drei Prozent, Sorel um zwei Prozent. Mountain Hardwear verbuchte dagegen ein Minus von 17 Prozent.

Deutlich höheres Betriebsergebnis

Chairman und Chief Executive Officer (CEO) Tim Boyle führte das Ergebnis unter anderem darauf zurück, dass ein Teil der verzögerten Großhandelsorders für Herbst 2026 früher als erwartet ausgeliefert worden sei. Hinzu kämen „verbesserte Trends in unserem US-amerikanischen D2C-Geschäft und die anhaltende Dynamik unseres internationalen Geschäfts trotz schwieriger globaler makroökonomischer Bedingungen“.

Das Betriebsergebnis stieg auf 109,6 Millionen US-Dollar beziehungsweise 11,4 Prozent des Nettoumsatzes, nach 67,4 Millionen US-Dollar oder 7,1 Prozent im Vorjahresquartal. Damals hatten Wertminderungen von 29 Millionen US-Dollar auf die Konzernmarken Prana und Mountain Hardwear das Ergebnis belastet. Die Bruttomarge sank um 20 Basispunkte auf 49,8 Prozent. Grund waren vor allem Zugeständnisse an Produktionspartner, die zuvor erhaltene Rückerstattungen von Zöllen nach dem International Emergency Economic Powers Act (IEEPA) nur teilweise ausglichen.

Der Nettogewinn kletterte auf 84,7 Millionen US-Dollar, nach 52 Millionen US-Dollar im Vorjahresquartal. Der verwässerte Gewinn je Aktie lag bei 1,66 US-Dollar nach 0,95 US-Dollar.

Boyle sieht darin Fortschritte bei der mehrjährigen Wachstumsstrategie „Accelerate“, mit der die Marke Columbia jüngere und aktivere Kund:innen gewinnen soll. „Unsere Leistung im dritten Quartal liefert weiterhin greifbare Anzeichen für Fortschritte bei unserer ‚Accelerate‘-Wachstumsstrategie. Besonders ermutigend ist für uns die wachsende Dynamik im US-amerikanischen D2C-E-Commerce-Geschäft unserer Marke Columbia“, sagte er.

In den ersten neun Monaten stieg der Konzernumsatz um ein Prozent auf 2,36 Milliarden US-Dollar. Das Betriebsergebnis erreichte 182,5 Millionen US-Dollar, der Nettogewinn 145,6 Millionen US-Dollar, nach 90,3 beziehungsweise 84,1 Millionen US-Dollar im Vorjahreszeitraum. Zudem genehmigte das Unternehmen eine reguläre Quartalsdividende von 0,30 US-Dollar je Aktie, die am 3. Dezember ausgezahlt wird.

Untere Prognosegrenze angehoben

Angesichts des besser als erwarteten dritten Quartals, sich verbessernder Trends in den USA und der noch ausstehenden Auslieferung der Herbst-Orders hob Columbia Sportswear das untere Ende seiner Jahresprognose an. Der Konzern erwartet nun einen Nettoumsatz von 3,46 bis 3,50 Milliarden US-Dollar, was einem Wachstum von zwei bis drei Prozent entspricht. Zuvor hatte die Spanne bei 3,43 bis 3,50 Milliarden US-Dollar gelegen. Beim verwässerten Gewinn je Aktie rechnet das Management mit 4,65 bis 4,90 US-Dollar statt bisher 4,45 bis 4,90 US-Dollar. Die Spanne für die operative Marge wurde auf 8,7 bis 9,1 Prozent des Nettoumsatzes eingeengt, nach zuvor 8,5 bis 9,3 Prozent. Bereits im ersten Quartal hatte Columbia Sportswear die eigenen Erwartungen übertroffen.

Für das vierte Quartal stellt das Unternehmen einen Nettoumsatz von 1,11 bis 1,15 Milliarden US-Dollar in Aussicht, ein Plus von 3,5 bis 7,0 Prozent. Grund ist vor allem, dass ein größerer Teil der Herbst-Auslieferungen als im Vorjahr in das Schlussquartal fällt. Für das erste Halbjahr 2027 erwartet Columbia auf Basis eines gestiegenen Orderbuchs für Frühjahr 2027 ein Wachstum des Großhandelsumsatzes im mittleren einstelligen Prozentbereich.


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